Maison Tisane
Kühlend oder wärmend? (hero image)

Kühlend oder wärmend?

Ein ruhiger Kompass für Kräuter, die erfrischen oder wärmen — abgestimmt auf Jahreszeit und Moment.

Kühlend oder wärmend: So wählst du den richtigen Tee für jeden Moment

Manchmal sehnt man sich nach einer Tasse, die erfrischt; manchmal nach einer, die sich anfühlt wie ein Schal. In jahrhundertealten Kräutertraditionen wie der ayurvedischen Lehre und der chinesischen Kräuterkunde wird dieser Unterschied als kühlend oder wärmend beschrieben. So betrachtet wird Tee zu einer kleinen Form der Selbsterkenntnis: Man wählt nicht nur nach Geschmack, sondern auch nach Moment, Jahreszeit und Gefühl. Bei Maison Tisane ordnen wir all unsere Blends und Zutaten auf einem Spektrum von kühlend bis wärmend ein. So entsteht ein klares Kompasssystem nach dem sich einfach filtern lässt.

Kühlend oder wärmend klingt groß, doch in der Praxis zeigt es sich in kleinen Signalen: Fühlst du dich warm oder kalt, ist dein Kopf voll oder klar, sehnst du dich nach etwas Leichtem oder nach etwas Rundem. Die Falle besteht darin, das ganze Jahr über dieselbe Lieblingsinfusion zu trinken, obwohl der Juli etwas anderes verlangt als der Januar. Eine zweite Falle: „kühlend“ mit eiskalt zu verwechseln oder „wärmend“ mit Schärfe.

Mach daraus ein kleines Ritual: Rieche an deinen Kräutern, wähle bewusst und schenke in Ruhe ein. Botanischer Luxus liegt in der Aufmerksamkeit – Tasse für Tasse.

Silhouette einer Person in ruhiger Meditationshaltung im sanften Morgenlicht

Thermische Ausrichtung als Kompass

Im Ayurveda und in der chinesischen Kräuterlehre gibt es die Vorstellung einer thermischen Ausrichtung: Manche Kräuter wirken kühlend, andere wärmend. Dabei geht es nicht um die Temperatur deiner Tasse, sondern um den Charakter in deinem Körper und deinen Sinnen: frisch versus rund, leicht versus würzig. Es ist eine sanfte Art, deinen Tee basierend auf der Jahreszeit, der Tageszeit und deinem Befinden auszuwählen.

Body Sensitivity: erst fühlen, dann wählen

In der Praxis geht es dabei weniger um „Wissen“ und mehr um Wahrnehmung. Brauchst du Wärme oder eher Abkühlung? Wir nennen das body sensitivity: die Sensibilität, kleine Signale ernst zu nehmen und den Kopf darauf abzustimmen. Das Ziel ist einfach: bewusster wählen, ruhiger werden, aufmerksamer schmecken.

Zwei Fragen, die sofort helfen

Brauchst du Abkühlung?
Spürst du Hitze, Unruhe, Trubel im Kopf oder das Bedürfnis nach etwas Leichtem?

  • Minze, Pfefferminze
  • Fenchelsamen
  • Kamille, Lindenblüten
  • leichte, frische Aufgüsse

Auch fein nach dem Essen: brüh ihn sanft auf. Im Ayurveda sagt man oft, dass Warmes am besten zur Verdauung passt, aber du kannst dieselbe Tasse auch kühl servieren, wenn sich das besser anfühlt.

Suchst du eher Wärme?
Ist dir kalt, fühlst du dich leer, träge oder hast du das Bedürfnis nach Erdung?

  • Ingwer
  • Zimt, Anissamen
  • Koriandersamen, Süßholz
  • würzige, runde Aufgüsse

Passt oft zu einem langen Tag: etwas länger ziehen lassen gibt mehr Tiefe und Rundung.

Abkühlung: frischer Minztee

Wenn du das Bedürfnis nach Abkühlung hast, ist frische Minze oft die direkteste Antwort: frisch, offen, leicht. Selbst wenn es draußen nicht unbedingt warm ist.

So machst du frischen Minztee

  • Nimm eine Handvoll frische Minzblätter.
  • Spüle sie kurz ab und drücke sie leicht zwischen den Fingern an.
  • Übergieße sie mit heißem Wasser (kurz vor dem Kochen).
  • Lasse sie 8–10 Minuten ziehen, abgedeckt.

Tipp: Rieche kurz unter den Deckel: Wenn sich der Duft schon „kühl“ anfühlt, liegst du meist richtig.

 Frischer Minztee, der in einer gläsernen Teekanne sanft zieht

Keine frische Minze im Haus?

Digestif Tee ist kühlend und raffiniert: Pfefferminze und Minze als frischer Kern, getragen von Fenchelsamen, Lindenblüten und Kamille. Koriander- und Kreuzkümmelsamen machen ihn rund, mit Zitronengras und Lavendel für ein leichtes, offenes Finish. Angenehm nach der Mahlzeit oder an warmen Nachmittagen.

Abkühlung ist nicht nur „für den Sommer“. Manchmal ist es genau das, was du nach einem vollen Tag brauchst: um wieder Raum zu spüren, ruhig zu atmen und deine Sinne zu öffnen. Möchtest du deinen kühlenden Tee kalt trinken? Etwas kräftiger aufbrühen (mit etwas mehr Gewürzen oder einer etwas längeren Ziehzeit), abkühlen lassen und über Eiswürfel gießen. So bleibt der Geschmack präsent, ohne dass du Zucker brauchst, um es „spannend“ zu machen.

Wärme: frischer Ingwertee

Wenn dein Körper nach Wärme verlangt, ist frischer Ingwer oft das deutlichste Signal. Er ist klar, würzig und richtungsweisend – eine Tasse, die dich zurück in deinen Körper bringt. Ideal an kalten Tagen, bei einem trägen Gefühl oder wenn sich deine Energie diffus anfühlt.

Zwei Methoden: Aufguss oder Abkochung

Aufguss (mild und rund)

  • Schneide 3–5 dünne Scheiben frischen Ingwer.
  • Übergieße sie mit heißem Wasser.
  • Lasse sie 10 Minuten ziehen für eine runde Wärme.
  • Für Sanfteres: weniger Ingwer oder kürzer ziehen lassen.

Abkochung (tieferer Auszug)

  • Gib die Ingwerscheiben mit Wasser in einen kleinen Topf.
  • Lasse sie 10 Minuten sanft köcheln.
  • Abseihen und einschenken – eventuell noch kurz in der Tasse abdecken.
  • Geeignet, wenn du die maximale Extraktion aus der Wurzel möchtest.

Wärme ohne Schärfe

Wärmende Kräuter müssen nicht „heiß“ werden. Oft ist es gerade schön, die Intensität zu zähmen: etwas weniger dosieren, etwas länger ziehen lassen und vor allem abdecken. Dann wird es rund statt prickelnd.

 Warmer Ingwertee mit frischer Ingwerwurzel im natürlichen Licht

Vata No2 als wärmendes Ritual

Vata No2 baut auf derselben wärmenden Logik auf, aber mit mehr Vielschichtigkeit. Ingwer und Süßholz bilden den Kern, ergänzt durch Anissamen, Koriandersamen und Zimt für eine sanfte, tragende Wärme. Die blaue Kornblume bringt Balance und Raffinesse. Diese Mischung passt zu Momenten, in denen du nicht nur Wärme suchst, sondern auch Ruhe und Zusammenhalt.

Wärme kann sich wie Heimkommen anfühlen: ein langsamerer Rhythmus, ein sanfterer Atem, mehr Präsenz. Wenn dein Körper danach verlangt, ist das oft der beste Kompass, den es gibt.

Ein sanftes Ritual des Wählens

Tee ist mehr als Geschmack: er ist eine Art, sich auf den eigenen Körper, den Moment und die Jahreszeit einzustimmen. Durch die bewusste Wahl zwischen kühlend und wärmend wird Tee vom einfachen Getränk zu einem sanften Ritual—einer Einladung, langsamer zu werden, wahrzunehmen und nachzujustieren. Die Hand am Teeglas, ein ruhiger Atemzug und die Frage was passt jetzt? Nicht Regeln oder Pläne stehen im Mittelpunkt, sondern Achtsamkeit, Tasse für Tasse.

Drei Schritte, die immer funktionieren

  1. Riechen: frisch und grün weist oft auf Abkühlung hin; würzig und rund weist oft auf Wärme hin.
  2. Aufbrühen: decke ab, gib Zeit und schmecke auf halbem Weg. Du kannst immer mit Ziehzeit oder Dosierung nachsteuern. Siehe auch unsere Ziehanleitung.
  3. Merken: notiere einen Satz (zum Beispiel „Minze nach dem Mittag = leicht“, oder „Ingwer bei Regen = fein“). So baust du deinen eigenen Kompass.

Entdecken Sie unsere kühlenden Tee-Mischungen

Entdecken Sie unsere wärmenden Tee-Mischungen

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