Gong Fu Cha im Kern
Gong Fu Cha (功夫茶) bedeutet wörtlich, Tee mit Aufmerksamkeit und Können zuzubereiten. Du arbeitest mit einer kleinen Gaiwan oder Yixing-Kanne, verwendest relativ viel Blatt und machst kurze, wiederholte Aufgüsse. So schmeckst du, wie sich ein Tee Runde für Runde entwickelt.
1) Kleines Volumen
Eine Gaiwan oder ein Kännchen von 80–120 ml gibt Kontrolle über Timing, Temperatur und Extraktion.
2) Viel Blatt
Du verwendest relativ viel Blatt pro Milliliter, sodass kurze Aufgüsse dennoch einen vollen Geschmack ergeben.
3) Kurze Aufgüsse
Jeder Aufguss dauert kurz und wird vollständig ausgegossen. So entwickelt sich der Tee Runde für Runde.
Das wichtigste Prinzip: vollständig ausgießen
Bei Gong Fu Cha bleibt kein Tee zurück in der Kanne. Das verhindert, dass die Blätter unbemerkt weiterziehen, und sorgt dafür, dass jeder Aufguss eine klar eigene Stärke und einen eigenen Geschmack behält. Du gießt daher jedes Mal vollständig aus, vorzugsweise zuerst in einen fairness pitcher und von dort in die Tassen.
Für welchen Tee funktioniert das am schönsten?
Gong Fu Cha wird traditionell für Oolong und Pu-erh verwendet. Diese Tees haben Struktur und vertragen mehrere kurze Aufgüsse. Die Methode ist für Tee aus der Pflanze Camellia sinensis gedacht. Für Kräuter und Botanicals funktioniert meist ein längeres, ruhigeres Aufgussritual besser; siehe Wie bereitet man Kräutertee zu? und Tisane oder Tee?.