Warum jede Teesorte eine andere Zubereitungsweise verlangt
Grün, weiß, Oolong, schwarz, Pu-Erh und gelb stammen alle von derselben Pflanze (Camellia sinensis)—aber sie werden unterschiedlich verarbeitet. Diese Verarbeitung (oxidiert oder nicht, gerollt, gepresst, geröstet) bestimmt, wie schnell Aromastoffe freigesetzt werden und wie empfindlich das Blatt auf Hitze reagiert. Mit derselben Handbewegung kannst du also zwei völlig unterschiedliche Tassen machen: eine klar und weich, oder eine trocken und bitter.
Regler 1
Temperatur (niedriger bei hellen Teesorten, höher bei mehr Oxidation)
Regler 2
Zeit (kürzer bei empfindlichem Blatt, länger bei gerolltem oder gepresstem Tee)
Regler 3
Dosierung (mehr Blatt = mehr Körper, aber schneller intensiv)
Die entspannteste Art, besser zuzubereiten
- Ändere immer nur eine Variable. Erst Temperatur, dann Zeit, erst danach Dosierung.
- Immer vollständig ausgießen. Lass das Blatt nicht im Wasser stehen; das macht deine Tasse schnell adstringierend.
- Arbeite mit weichem Wasser (Filter oder neutrales Flaschenwasser), wenn dein Tee schnell stumpf oder bitter wird.