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Doshas & Tee

Was Ayurveda unter Vata, Pitta und Kapha versteht — und wie das dem Tee eine Richtung gibt.

Ayurveda-Doshas und Tee: was Vata, Pitta und Kapha für deine Teewahl bedeuten

Ayurveda ist eine jahrtausendealte indische Lebens- und Gesundheitslehre, die mit drei Grundprinzipien arbeitet: Vata, Pitta und Kapha. Diese sogenannten Doshas beschreiben keine Menschentypen, sondern Muster von Eigenschaften — wie leicht oder schwer, warm oder kühl, trocken oder ölig. In diesem Leitfaden übersetzen wir diese abstrakte Sprache in etwas Greifbares: Wie helfen dir Doshas dabei, Tee bewusster und konsequenter auszuwählen – basierend auf Geschmack, Intensität und Tageszeit.

Vata, Pitta und Kapha werden oft als feste Persönlichkeiten dargestellt, aber in Ayurveda sind es dynamische Verhältnisse. Du kannst dich morgens anders fühlen als abends oder im Winter etwas anderes brauchen als im Sommer. Deshalb schauen wir hier nicht auf Etiketten, sondern auf Eigenschaften: wirkt ein Blend wärmend oder kühlend, ist er leicht oder tragend, würzig oder blumig, beruhigend oder aktivierend? Diese Fragen sind praktisch — auch wenn du keinen Dosha-Test gemacht hast.

Nutze Doshas als Denkrahmen, nicht als Vorschrift: eine Möglichkeit, deinen Tee besser darauf abzustimmen, wie du dich in diesem Moment fühlst.

Stillleben mit natürlichen Materialien, Kräutern und Tee, das die Ruhe und Balance des Ayurveda veranschaulicht

Ayurveda in einfacher Sprache: Doshas als Eigenschaften

Ayurveda ist eine traditionelle indische Lebens- und Gesundheitslehre. Im Kern geht es um Balance: was bringt dich zurück in eine angenehme Mitte, gegeben die Jahreszeit, deinen Rhythmus und was du an einem Tag „mitnimmst“. Doshas sind dabei ein praktisches Modell. Nicht um dich in eine Schublade zu stecken, sondern um Eigenschaften zu benennen, die du auch im Geschmack wiedererkennen kannst.

Vata, Pitta und Kapha beschreiben drei Grundbewegungen im System: Bewegung (Vata), Transformation (Pitta) und Struktur (Kapha). Jeder hat alle drei. Nur das Verhältnis unterscheidet sich, und dieses Verhältnis kann sich je nach Phase verschieben. Genau deshalb ist dieses Modell so brauchbar für Tee: Du wählst nicht „den richtigen Tee für deinen Typ“, sondern du wählst eine Mischung, die zu den Eigenschaften passt, die in diesem Moment im Vordergrund stehen.

Die drei Doshas in 30 Sekunden

Vata

Leicht, trocken, kühl, beweglich.
Im Tee erkennst du das oft als Bedürfnis nach Rundheit, Komfort und Wärme.

Pitta

Warm, scharf, intensiv.
Im Tee erkennst du das oft als Bedürfnis nach Frische, Sanftheit und weniger „Reiz“.

Kapha

Schwer, träge, voll, kühl.
Im Tee erkennst du das oft als Bedürfnis nach Leichtigkeit, Würze und mehr „Richtung“.

Konstitution vs. Moment: so nutzt du es ohne Dogma

Konstitution (Basis)

Deine „Grundfarbe“: das Verhältnis, das oft wiederkehrt. Viele Menschen sind gemischt, wie Vata-Pitta oder Pitta-Kapha.

Moment (jetzt)

Was heute auffällt durch Jahreszeit, Schlaf, Stress, Essen oder Arbeit. Das ist meist der beste Ausgangspunkt für deine Teeauswahl.

Praktisch: Nutze deine Konstitution als Hintergrund, aber lass deine Wahl vom Moment bestimmen. Das macht Tee nicht kompliziert, sondern gerade konsistent: Du lernst zu schmecken, welche Richtung eine Mischung gibt.

Achtung: Dieser Artikel ist als Geschmacks- und Ritualguide aus einem traditionellen Rahmen gedacht. Er ist keine medizinische Beratung. Bist du unsicher bei Kräutern in Kombination mit Medikamenten, Schwangerschaft oder einer Erkrankung? Dann wähle milde Mischungen und sprich mit deinem Arzt oder Apotheker.

Vom Dosha zur Teemischung: worauf achtest du?

Im Ayurveda wird viel mit Qualitäten (Eigenschaften) gearbeitet. Das Schöne ist: Bei Tee sind diese Eigenschaften überraschend greifbar. Du musst keine Listen auswendig lernen, wenn du lernst, auf ein paar feste „Achsen“ in Geschmack und Mundgefühl zu achten.

1) Thermische Richtung

Fühlt sich eine Mischung wärmend (würzig, rund, „tiefer“) an oder eher kühlend (frisch, offen, leicht)? Das ist eine der schnellsten Entscheidungen. Wenn du hier tiefer einsteigen willst, lies auch Kühlend oder wärmend?.

2) Schärfe und Reiz

Manche Kräuter sind richtungsgebend (Ingwer, Pfeffer, Nelke), andere sind mildernd (Kamille, Lindenblüte, Rose). Schärfe kann genau richtig sein — oder gerade zu viel, abhängig von deinem Moment.

3) Trockenheit und Herbe

„Trocken“ oder „rau“ kommt oft durch herbe/bittere Komponenten (zum Beispiel Blatt, Schale, manche Samen). Das kann angenehm „reinigen“, kann sich aber auch zu scharf anfühlen, wenn du ohnehin schon trocken oder unruhig bist.

4) Körper und Gewicht

Ist die Tasse leicht und transparent oder tragend und voll? Wurzeln und Samen geben oft mehr Körper; Blüten und Blätter bleiben häufiger leichter.

5) Aromafamilie

Minze/Zitrus (frisch), Rose/blumig (sanft), würzig (warm), harzig/würzig grün (trockener). Aroma ist oft die schnellste „Vorschau“ darauf, was deine Tasse macht.

6) Aufgussstil

Die gleiche Mischung kann anders wirken, wenn du sie etwas milder oder gerade etwas kräftiger aufgießt. Für eine klare Basis: Wie bereitest du Kräutertee zu?.

Vata: trocken, leicht und beweglich

Vata wird im Ayurveda mit Bewegung verbunden. Die klassischen Qualitäten sind leicht, trocken, kühl und wechselhaft. In Teesprache bedeutet das oft: Du suchst etwas, das Rundheit gibt, ein bisschen Wärme, und ein Aroma, das „landet“, statt in alle Richtungen zu schießen.

Leichtes und luftiges Stillleben mit blauem Stoff und feinen Kräutern, passend zur Vata-Energie

Passt oft zu Vata-Momenten

  • Du fühlst dich etwas „trocken“ im Mund/Hals oder sehnst dich nach etwas Sanftem.
  • Dein Kopf ist voll, dein Tempo hoch, aber deine Energie ist diffus.
  • Du brauchst Komfort: würzig, warm, abgerundet.

Worauf du in einer Mischung achtest

  • Wärme ohne Aggression: lieber rund als heiß.
  • Körper: Samen und Wurzeln geben Tragkraft.
  • Weniger herb: zu bitter oder zu trocken kann sich „karger“ anfühlen.

Botanicals, die bei Vata oft schön funktionieren

Denk an Kräuter, die warm, aromatisch und leicht süßlich wirken. Ein paar klassische Bausteine:

Mischungsbeispiele mit Vata-Signatur

Vata No 2 ist ein gutes Beispiel für einen warmen, tragenden Stil: mit Süßholz, Ingwer, Anissamen, Koriandersamen und Zimt. Wenn du Vata „hoch“ spürst, ist das der Tassen-Typ, der oft angenehm abrundet.

Vata No 1 ist leichter und aromatischer (unter anderem Zitronenverbene, Fenchelsamen, Lavendel und Orangenschale). Praktisch, wenn du zwar Richtung suchst, aber keine ausgeprägte Würze willst.

Pitta: warm, scharf und intensiv

Pitta wird im Ayurveda mit Transformation verbunden: Feuer mit klarem Fokus. Die Qualitäten sind oft warm und scharf. In Teesprache bedeutet das: Eine Tasse kann schnell „zu intensiv“ werden, wenn viel Reiz, Säure oder Hitze drin ist. Pitta-Momente verlangen meist nach kühlenden oder mildernden Entscheidungen, mit Raum für bitter/herb in einer milden Form.

Warmes Stillleben mit Töpferware, Kräutern und dampfendem Tee, inspiriert von der Pitta-Energie

Passt oft zu Pitta-Momenten

  • Du sehnst dich nach Frische oder „Luft“ statt nach mehr Wärme.
  • Du willst klar bleiben, aber ohne zusätzlichen Reiz.
  • Du wählst lieber blumig, grün und elegant als würzig und heiß.

Worauf du in einer Mischung achtest

  • Kühle Top-Notes: Minze, Zitrus, leichte Blüten.
  • Sanfte Bitterstoffe: grünes Blatt kann „klar“ machen, ohne scharf zu werden.
  • Begrenzte Hitze: wenig Pfeffer, Chili, aggressiver Ingwer.

Botanicals, die bei Pitta oft schön funktionieren

Denk an kühl, blumig, leicht würzig und mild bitter:

Mischungsbeispiele mit Pitta-Signatur

Pitta No 2 ist frisch und leicht (Pfefferminze, Zitronengras, Erdbeerblatt, Rosenknospen, Minze und Tulsi). Das ist der Mischungs-Typ, der oft angenehm ist, wenn du zwar Klarheit willst, aber keine zusätzliche Hitze.

Pitta No 1 ist floraler und grüner (unter anderem Rose, Malve, Heidelbeere und Blattkräuter). Praktisch, wenn du eine sanfte, elegante Tasse suchst, die nicht „hart“ wird.

Aufguss-Tipp für Pitta: Schärfe milder machen

Schmeckt eine frische Mischung schnell zu ausgeprägt? Dann gieße sie etwas milder auf: etwas weniger dosieren oder eine Minute kürzer ziehen lassen. Und immer abdecken. Kleine Anpassungen bringen oft mehr Balance als „einen anderen Tee suchen“.

Kapha: schwer, kühl und stabil

Kapha wird im Ayurveda mit Struktur und Stabilität verbunden. Die Qualitäten sind oft schwer, kühl, träge und voll. In Teesprache bedeutet das: Du suchst eher eine Tasse, die leicht und würzig ist, mit etwas mehr „Lift“ im Aroma. Nicht unbedingt extrem heiß, aber wohl richtungsgebend und klar.

Beruhigendes Stillleben mit Erdtönen, Keramik und Kräutern, das die Stabilität von Kapha ausstrahlt

Passt oft zu Kapha-Momenten

  • Du fühlst dich etwas schwer oder kommst langsam in Gang.
  • Du brauchst etwas, das deine Sinne „anschaltet“: würzig, Zitrus, grün.
  • Du willst weniger süß und weniger cremig; lieber trockener und leichter.

Worauf du in einer Mischung achtest

  • Kräuter mit Richtung: Ingwer, Pfeffer, Nelke, Rosmarin.
  • Zitrusschale und Grün: gibt Lift und trockenere Struktur.
  • Nicht zu süß: viel Süßholz oder schweres Obst kann zu „voll“ werden.

Botanicals, die bei Kapha oft schön funktionieren

Denk an Kräuter, die Wärme und Klarheit geben, mit einer etwas trockeneren Struktur:

Mischungsbeispiele mit Kapha-Signatur

Kapha No 1 kombiniert Ingwer mit Brennnesselblatt, Orangenschale, Zimt, schwarzem Pfeffer und Rosmarin. Das ist der Profil-Typ, der oft angenehm ist, wenn du Leichtigkeit suchst, ohne dass die Tasse „sauer“ wird.

Kapha No 2 ist würziger und tiefer (Zimt, Ingwer, Kardamom, Kurkuma, Rosmarin, schwarzer Pfeffer, Ysop, Majoran, Nelke). Praktisch, wenn du wirklich Richtung und Wärme im Aroma willst.

Gemischte Konstitutionen: so kombinierst du ohne Entscheidungsstress

Viele Menschen erkennen sich nicht in einem Dosha wieder. Das ist normal. Statt „die perfekte Mischung“ zu suchen, hilft es, zwei Prinzipien zu kombinieren: was willst du dämpfen und was willst du unterstützen. Unten drei praktische Kombinationen, die du direkt schmecken kannst.

Vata-Pitta

Wärme ja, wenig Hitze. Wähle rund und aromatisch (Fenchel, Koriandersamen, ein Hauch Ingwer), aber vermeide viel Pfeffer oder Chili. Blumig (Rose, Lindenblüte) macht es sanfter.

Pitta-Kapha

Leichtigkeit ja, ohne Schärfe. Frisch (Minze, Zitronengras) mit einer trockeneren Basis (Blattkräuter) funktioniert oft gut. Halte den würzigen Teil elegant: lieber Kardamom als schwarzer Pfeffer.

Vata-Kapha

Wärme und Lift. Wähle würzig und wärmend, aber mit frischen Rändern (Zitrusschale, leichtes Grün). Vermeide zu süße, schwere Mischungen: die können „kleben“.

Eine einfache Regel, die oft stimmt

Wenn du zweifelst: Wähle die Mischung, die am meisten beim größten Unterschied hilft, den du jetzt spürst. Bist du deutlich kalt/trocken? Starte mit Vata. Spürst du vor allem Hitze/Druck? Starte mit Pitta. Spürst du vor allem schwer/träge? Starte mit Kapha. Danach kannst du mit der Aufgussstärke feinjustieren.

Mini-Auswahlritual: 30 Sekunden, drei Fragen

Drei Fragen reichen oft aus, um gut zu wählen:

1) Wärme: willst du in diesem Moment Wärme oder Kühlung?
2) Tempo: willst du etwas, das aktiviert (würzig/klar) oder etwas, das mildert (blumig/rund)?
3) Mundgefühl: willst du leicht und frisch oder tragend und sanft?

Wähle die Mischung, die bei mindestens zwei der drei Fragen am besten passt. Bereite sie anschließend ruhig zu: abdecken, 8–10 Minuten ziehen lassen, nicht umrühren. (Für grundlegende Aufgussregeln: Aufgussguide.)

Praktisches Hilfsmittel: mit Raum aufgießen

Doshas gehen um Nuancen; die schmeckst du am besten mit losen Botanicals, die Raum bekommen, um sich zu öffnen. Ein großzügiger Filter oder ein Teesieb macht das einfach, ohne dass dein Tee durch zu kleine Aufgusskörbchen „bricht“.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich mein Dosha kennen, um das anzuwenden?

Nein. Wenn du dir die drei Achsen merkst (warm/kühl, leicht/tragend, scharf/sanft), kannst du schon gut wählen. Sieh einen Dosha-Test als Hintergrundinformation, nicht als Entscheider.

Kann eine Mischung für alle Doshas funktionieren?

Ja, besonders wenn eine Mischung mild und ausgewogen ist: nicht zu scharf, nicht zu süß, nicht zu herb. Ein Beispiel ist Kids Knuffelkruid: eine sanfte, abgerundete Mischung mit Kardamom, Kamille, Anissamen und Fenchelsamen. Durch das milde Profil wirkt sie oft angenehm für verschiedene Konstitutionen, besonders wenn du die Aufgussstärke leicht anpasst.

Wie verhindere ich, dass mein Tee zu „hart“ wird?

Beginne bei der Basis: Wasser knapp unter dem Siedepunkt, abdecken, und lieber etwas länger sanft ziehen lassen als kurz und aggressiv. Wenn die Tasse trotzdem zu scharf wird: etwas weniger dosieren oder etwas kürzer ziehen lassen. Kleine Anpassungen machen oft mehr Unterschied als eine komplett neue Mischung.

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